Karlsruhe – „Wenn Du im Zusammenhang mit Drogen auffällig wirst, machst Du keinen Führerschein mehr“. Dies ist einer der Anfangssätze von Christoph Griener, Polizist beim Polizeipräsidium Karlsruhe, wenn er sich während seiner regelmäßigen Informationsveranstaltungen zum Thema „Drogen“ an die Schülerschaft wendet. „Dann habe ich die volle Aufmerksamkeit, denn einen Führerschein erwerben und behalten wollen die jungen Erwachsenen alle“, erklärt der engagierte studierte Sozialpädagoge, der auf Drogenprävention bei Jugendlichen spezialisiert ist, anlässlich seines Besuchs des kaufmännischen Berufskollegs der M.A.I.
Griener nutzt bei seiner Aufklärung über Drogen den Wunsch der Schüler einen Führerschein zu erwerben bewusst als positives Druckmittel. Er spricht mit den Heranwachsenden über die Drogenproblematik im Allgemeinen und geht schwerpunktmäßig auf die Themen Alkoholmissbrauch, Cannabiskonsum und auf Trenddrogen wie z.B. „Spice“ ein. Ebenso thematisiert er das Rauchen mittels Schischa und Bong und erläutert die damit verbundenen Gefahren für die Gesundheit. Die steigende Gefahr, die von K.O Tropfen ausgeht, wird von dem Referenten eindringlich betont. Unterstützt wird Griener bei seinen schulischen Veranstaltungen vom Pädagogen Steffen Michler. Der angehende Kommissar beschäftigt sich aktuell mit der sogenannten „Supermanndroge“ Tilidin, die sich insbesondere in Berliner Brennpunktbezirken ausbreitet und dem Konsumenten jegliches Schmerzempfinden nimmt. „Diese Droge kann bei Überdosierung über den Atemstillstand zum Tod führen“, erläutert er. Weiter wird erklärt, dass aber auch gerade das oft bagatellisierte Cannabis brandgefährlich sei: „Das hat nichts mehr mit dem Stoff von früher zu tun.“
Der THC-Gehalt ist massiv gestiegen. Das Einstiegsalter liegt heute im Schnitt bei 15 Jahren. Streckmittel wie Blei besetzen irreversibel Rezeptoren im Körper der Jugendlichen. Und statt 4 Joints im Monat konsumieren abhängige Jugendliche die gleiche Menge an einem Tag.
Bei der Aufklärungsveranstaltung lassen die Polizeipädagogen bewusst die Lehrer außen vor, denn so trauen sich die Jugendlichen frei zu sprechen. Die zwei Beamten vom Polizeipräsidium Karlsruhe begrüßen es, dass an der M.A.I. das Thema Drogenprävention „sehr ernst genommen und unterrichtlich integriert“ wird.
Informationen zu den beruflichen Schulen und zur Comenius Ganztagsrealschule der Merkur Akademie International unter www.merkur-akademie.de und www.comenius-rs.de oder 0721 / 1303-0. Über christoph.griener@polizei.bwl.de sind Infos zum Thema Präventionsarbeit an Schulen zu erhalten.

