Reichlich Prominenz aus Lehre, Politik und Wirtschaft war zugegen, als am vergangenen Freitag der Neubau der Merkur Akademie International (M.A.I.) in der Karlsruher Nordstadt feierlich eingeweiht wurde. Hauptredner war der Kultusminister des Landes Baden-Württemberg, Helmut Rau MdL.
In seiner Begrüßungsansprache ließ Geschäftsführer Ernst Hunkel die Entwicklung der privaten Bildungseinrichtung Revue passieren, die auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurückblickt. 1974 hatte er deren Leitung übernommen und seitdem die beruflichen Schulzweige stetig ausgebaut. Überdies gingen in dieser Zeit die Comenius Ganztagsrealschule, die Wirtschaftsoberschule sowie die Merkur Internationale FH Karlsruhe aus der M.A.I. hervor.
Ihren Erfolg in all diesen Bereichen verdankt sie nicht zuletzt dem Konzept, „die übliche Segmentierung des Schulsystems“ zugunsten eines ganzheitlichen Ansatzes aufzuheben. Was dabei bislang der Leitgedanke gewesen sei, gelte auch weiterhin, betonte Hunkel: „Der Mensch steht im Mittelpunkt.“ Am Ende seiner Rede gab er bekannt, sich zum 15. Dezember aus der Geschäftsführung der M.A.I. zurückzuziehen, um sich ganz dem weiteren Aufbau der Merkur Internationale Fachhochschule zu widmen.
Bernd Bechtold, Präsident der IHK Karlsruhe, dankte dem scheidenden Geschäftsführer für seine Arbeit: Sie sei „Grundlage der Ausbildungsfähigkeit junger Menschen.“ Damit profitiere auch die IHK, die heimische Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft von dem „ganzheitlichen Bildungsangebot für Kunden“, als die man die Schülerinnen und Schüler der M.A.I. sehe. Auch Karlsruhes Bürgermeister für Jugend, Soziales, Schulen und Sport Harald Denecken würdigte die Aufbauleistung und den Erfolg der M.A.I. und wertete die Standorttreue der privaten Bildungseinrichtung als „ein Signal dafür, dass Sie sich in Karlsruhe wohlfühlen.“
Kultusminister Rau hob in seiner Rede das ganzheitliche Konzept der M.A.I. hervor, aber auch die Philosophie, dass eine moderne Bildungseinrichtung gleichzeitig eine Art Unternehmen sein müsse. Für die „Schulen in freier Trägerschaft“ – also die privaten – brach er eine Lanze: Sie brächten genau jene Vielfalt in die Bildungslandschaft, die „eine große Stärke des Landes Baden-Württemberg ist.“ Ausdrücklich begrüßte er die seinerzeitige Entscheidung, als allgemeinbildenden Zweig der M.A.I. eine Realschule zu errichten. Die Realschule sei „eine innovative Schulart“, die zudem ihre Bezeichnung völlig zu Recht trage, denn sie bereite Schülerinnen und Schüler auf die Realität vor. Auch die beruflichen Schulen der M.A.I. würdigte der Minister als „wertvollen Beitrag für ein vielfältiges Bildungswesen.“ Insgesamt sei der Verbund der M.A.I.-Privatschulen „eine Bereicherung und Ergänzung unserer Schullandschaft.“ Das Zusammenwirken verschiedener Schularten unter einem Dach, das hier praktiziert werde, berge große Chancen für die Absolventinnen und Absolventen.

Der Kultusminister des Landes Baden-Württemberg, Helmut Rau MdL (links) und der Geschäftsführer der Merkur Akademie International Ernst Hunkel.
