Schon am zweiten Tag nach den Schulferien setzten 48 Schülerinnen der Klassen 7a und 7b der Comenius Ganztagsrealschule ihre guten Vorsätze für das Jahr 2009 in die Tat um.
Im Vorfeld hatten sich alle schon lange Gedanken darum gemacht, ihre Schule rauchfrei zu halten. Die Themenbereiche Sucht und Tabakprävention wurden im Unterricht bearbeitet und auf verschiedenen Ebenen diskutiert. Auch angeregt durch den Wunsch vieler Eltern beschlossen die Klassen gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen an einer entsprechenden Veranstaltung in den St. Vincentiuskliniken teilzunehmen.
Das Gesundheitsamt und die Pneumologie bieten in Kooperation mit der AOK Mittlerer Oberrhein in einem gemeinsamen Projekt eine Rauchpräventionsveranstaltung an, die für die Jugendlichen äußerst ansprechend und lebensnah gestaltet wird.
Frau Dr. Ley vom Gesundheitsamt und Dr. med. Johannes Schildge, Chefarzt der Lungenklinik der St. Vincentiuskliniken, leiten die Veranstaltung persönlich. Sie ist dabei sehr speziell und gut auf die junge Altersgruppe zugeschnitten. „Unsere Zielgruppe, um im Gespräch frühzeitig wichtige Informationen zum Tabakkonsum und dessen Folgen zu vermitteln, sind gerade die jungen Menschen. Hier können wir sensibilisieren und die Weichen für eine rauchfreie Zukunft setzen.“
So interessierten sich die beiden Realschulklassen sehr für das, was sie so intensiv nur durch den Einblick in den Klinikalltag erfahren konnten. Neben ausführlichen Informationen, die auch jede Menge Nachfragen zuließen, hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in Kleingruppen an einer Demonstration einer Lungenspiegelung teilzunehmen, sogar bei einer simulierten Gewebeprobenentnahme zu assistieren.
Die Teilnahme an dem bundesweiten Nichtraucherwettbewerb „Be smart – don’t start“ entfachte noch einmal einen regen Austausch zum Thema. Belohnt wurde dieser durch die Vergabe großzügiger Preise.
Höhepunkt der nachhaltig im Gedächtnis verankerten Veranstaltung war die Diskussion mit einem betroffenen Patienten der Klinik. Freundlich und offen wurden alle Fragen der Jugendlichen wahrgenommen und beantwortet. „Ich fand es sehr mutig und beeindruckend, dass der Patient in seiner Situation für uns da war. Er konnte uns ja am Besten sagen wie es mit dem Rauchen war und jetzt ist“, meinte Janis in einem Nachgespräch in der Schule.
So ist es auch das Ziel der Ganztagsrealschüler, ihren eigenen Schulbereich, der für sie den größten Teil des Tages ihr Lebensraum ist, rauchfrei zu halten. „Vielleicht schaffen wir es ja, dass der ein oder andere ältere Schüler der beruflichen Schulen es sich auch noch einmal überlegt und mit dem Rauchen wieder aufhört!“ So der Wunsch der Siebentklässler in der Merkur Akademie International – ein guter Anfang!
