Metropole London im Schnee

Abenteuerreise der Realschüler/innen der M.A.I.

„Das Erleben einer fremden Kultur ist eine Erfahrung, die das spätere Leben in hohem Maß prägen kann. Junge Menschen, die schon früh eigene Auslandserfahrungen machen, wissen, wie es ist, fremd zu sein, und werden Fremden in unserem Land freundlich und hilfsbereit begegnen. Den Grundstein zu solch einer Haltung legen wir gerne mit unseren internationalen Programmen und Kontakten“, so Monika van der Beek, Schulleiterin der Ganztagsrealschule, zur diesjährigen Londonfahrt ihrer Schützlinge.

Nicht schlecht staunten dann auch die 48 Schüler/innen der Klassen 7a und b, als sie mit ihren Klassenlehrerinnen und zwei weiteren Lehrkräften am 2. Februar in London eintrafen. Nach gelungener Busanreise mit Fährüberfahrt von Calais nach Dover bot sich ihnen ein unerwartetes Bild: Fußgänger, die im Schnee versanken, U-Bahnen, die nicht fuhren, weil die Fahrer nicht zur Arbeit kommen konnten, Eltern, die ihre Kinder filmten, da diese noch nie Schnee sahen.

Waren diese Nachrichten längst schon in den Medien daheim präsent, ließen sich die Karlsruher nicht beirren und starteten unbeschwert in ihr lange geplantes Kulturprogramm. Auf das Schneechaos folgte so auch unmittelbar Sonnenschein, und bei strahlend blauem Himmel war es nicht nur die Skyline an der Themse, die es den Jugendlichen angetan hatte. Mit offenem Blick für alles Neue der Europametropole, ließen sich die in drei Gruppen aufgeteilten Schüler/innen auf die Eindrücke ein.

Zum Besuch im „Tower of London“ gehörten natürlich auch ein Gang über die Tower Bridge sowie zu einem echten Londonaufenthalt „Fish and Chips“ und eine „Teatime“. Der Wachwechsel am Buckingham Palace, Madame Tussaud’s Wachsfigurenkabinett, die Abenteuer im „London Dungeon“ und das weltgrößte Riesenrad „London Eye“ mit Blick auf die nächtlich beleuchtete Stadt waren nur einige Highlights. Auf den Spuren Harry Potters befand sich ein Teil der Reisegruppe, als sie der Einladung eines beruflich in London verweilenden Vaters ins Bankenviertel zum Leadenhall Market folgte. Im viktorianischen Stil erbaut, war er Drehschauplatz für die berühmte Winkelgasse in den Harry-Potter-Filmen. Als Kontrast dazu beeindruckten die Gebäude der „Bank of England“ oder „Lloyds of London“. Zum Abendessen fand man sich an zuvor ausgewählten Orten am Piccadilly Circus oder im internationalen Stadtteil Soho ein.

„Ich kann mir noch gar nicht so richtig vorstellen, dass wir jetzt wirklich hier sind und ich direkt neben Big Ben und Westminster Abbey stehen kann“, meinte die Schülerin Nicole Bissinger treffend. „Ja, bisher kannten wir alles nur von den Bildern aus unseren Büchern!“, so ein anderer Schüler.

Dass es nicht nur bei dem im Lauf der Schuljahre angeeignetem Wissen bleiben soll, sondern auch der Bezug zu Mensch und Kultur hergestellt wird, ist auch weiterhin fester Bestandteil des Schulprogramms der M.A.I.

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