„Wichtig ist es in einem guten Unterricht stets vom fachlichen Problem auszugehen und die Lehrmethode dem unterzuordnen – niemals andersherum“, erklärt Frank Müller den Lehrkräften der Merkur Akademie International (M.A.I.), die gemeinschaftlich zum Schuljahresstart an ihrer Methodenkompetenz arbeiten.
„Wie gestalte ich einen lebendigen Unterricht, in dem jeder Schüler und jede Schülerin einbezogen wird? Und wie setze ich eine moderne Unterrichtsmethode konkret ein?“ Mit diesen Fragen hat sich das Kollegium der M.A.I. über einen ganzen Tag auseinandergesetzt. Dabei blieb nicht viel Zeit für die theoretische Betrachtung einer Methode, denn Frank Müller hat die Fortbildungsgruppe mit „Learning-by-Doing“ in die Situation von Schülerinnen und Schülern versetzt. Mit der Kugellagermethode, dem Zahlenroulette, dem Stationenlernen oder mit der Expertenmethode wurden Inhalte zu Kunst, zur Mathematik oder zur Religion gelernt.
„Ich finde es unglaublich, wie viel ich mir über Pablo Picasso und Max Ernst mit der Kugellagermethode in kurzer Zeit eingeprägt habe. Ich habe sowohl konzentriert allein gearbeitet als auch im Gespräch mit im Kugellager rotierenden Kollegen Wissen weitergegeben und Wissen vermittelt bekommen“, ist das Feedback von Stefanie Betz, Fachlehrerin für BWL an den beruflichen Schulen der M.A.I.
Frank Müller kommt selbst aus der Praxis. Als studierter Pädagoge hat er in verschiedenen Schulen Erfahrungen gesammelt. Eine Moderatorenausbildung bei Dr. Heinz Klippert hat ihn geprägt. „Schule soll als Haus des Lernens verstanden werden. Unten muss es stabil sein. Hier sind Methoden- und Kommunikationstraining sowie Teamentwicklung wichtig“, erläutert Frank Müller. Und wenn das Fundament stimmt, können Schülerinnen und Schüler mit zum Beispiel Wochenplänen eigenverantwortlich umgehen.
„Es tat gut, mal in die Rolle eines Schülers zu wechseln“, ist das Fazit von Werner Kopp vom Schulleitungsteam der Comenius Ganztagsrealschule. Und wie hat Frank Müller den Tag an der M.A.I. erlebt? „Das war hier heute ein sehr engagiertes und aufgeschlossenes Kollegium. Probieren Sie neue Methoden rasch aus und gehen Sie dann in die Reflexion mit Kolleginnen und Kollegen“, rät Frank Müller.
