„Einfach und schnörkellos kommt die Bewerbung am besten bei potenziellen Arbeitgebern an“, erklärt Annett Dienst, Marketing Leiterin mit Personalverantwortung, den angehenden Europa- und Fremdsprachensekretärinnen sowie Fremdsprachenkorrespondenten der M.A.I. und „fragen Sie sich immer, was der Empfänger wohl wissen möchte. Alles andere lassen Sie weg. Ihr Anschreiben formulieren Sie nicht aus der Ich-Perspektive, sondern aus der Perspektive des Adressaten.“
Drei Stunden nahm sich Annett Dienst vom Ettlinger Teppichbodenhersteller Findeisen GmbH Zeit, um der Klassengruppe Tipps rund um das Thema „erfolgreiche Bewerbung“ zu geben.
Nach anfänglichem Vortrag zum „Zwischen den Zeilen lesen“ bei Stellenanzeigen, zu Merkmalen erfolgreicher Bewerber sowie zum Aufbau und Inhalt der Bewerbungsmappe entstand ein lebendiges Gespräch: „Muss ich die Mappe an einen bestimmten Adressaten schicken? Wie gehe ich mit der Frage nach der Familienplanung oder nach Schwächen um? Muss ich bei einer Initiativbewerbung alle Unterlagen mitschicken? Annett Dienst blieb keine Antwort schuldig, stellte aber auch klar: „Oft gibt es kein richtig oder falsch.“
Spannend wurde das Thema „Umgang mit kniffligen Fragen im Vorstellungsgespräch“. Beispielsweise soll man sich von Fragen wie „Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern“ nicht ins Boxhorn jagen lassen. Immerhin wurde man ja zum Gespräch eingeladen. „Der Personaler will einfach nur wissen, dass man zu den Fähigkeiten steht, die man in der Bewerbung besonders rausgestellt hat. Also bleiben Sie auf dem Teppich – Hochstapeln kommt nie gut an“, rät Annett Dienst.
Gefragt nach der Motivation für ihr Engagement an der M.A.I. erklärt Annett Dienst: „Über den Arbeitskreis Bildung und Wirtschaft der Wirtschaftsjunioren Karlsruhe bin ich mit der M.A.I. in Kontakt gekommen. Ich finde es vorbildlich, dass dort die Schüler frühzeitig an die Wirtschaft herangeführt werden. Dazu leiste ich als Vertreterin des regionalen Mittelstandes gerne einen Beitrag.“

