Schülerinnen und Schüler aus Karlsruhe und Irland arbeiteten am Thema „New Energy for Europe“
„Total interessant ist diese Projektwoche „New Energy for Europe“. Ich finde es sehr gut, dass Politiker zu uns kommen und unsere Fragen beantworten. Und dass die Schule uns dieses Projekt ermöglicht“, so Nico aus der 9 a der Comenius Ganztagsrealschule in der M.A.I. Christina ist auch von Themen wie Globalisierung, Atomkraftwerken oder Parteien gefesselt, obwohl sie sich im Alltag bislang nicht so mit Politik auseinandergesetzt hat. Und Tobi gefällt besonders, dass die Atmosphäre in der Klasse spitze ist. „Jeder kann seine Meinung zu Umweltpolitik ganz offen sagen.“
Vom 12. bis zum 15. Januar arbeitete die 9 a unter Regie des von der Robert Bosch Stiftung bestellten Moderators Roy Burger an einem Projekt im Rahmen von „Jugend denkt Europa“. Dies ist eine Initiative der Robert Bosch Stiftung, die von einem Netzwerk europäischer Partner koordiniert und umgesetzt wird.
Die Klassengemeinschaft der 9 a konzipierte während der Projekttage zeitgleich und vernetzt mit Jugendlichen der St. Paul’s CBS Schule in Irland ein zeitgemäßes Energiekonzept. Und dabei kam die Spannung nicht zu kurz: Denn die Schülerinnen und Schüler gründeten in Form eines Planspiels drei Parteien mit jeweils eigenem Profil. Die SME ist eine liberal eingestellte Partei, die für den Mittelstand kämpft. Sie will Subventionen für große Firmen abschaffen, ökologische Firmen unterstützen und die Solarenergie im Mittelstand einführen. Die N.E.S.A. will die Preise für Energiesparprodukte senken und mehr Arbeitsplätze im Bereich Forschung schaffen. Bildung soll über gezielte Investitionen gefördert werden. Die dritte Partei, die EUP, hat das Motto „Daumen hoch zur Umwelt“. Europa soll sich multikulturell entwickeln können. Teilzeitjobs für Familien sind dieser Partei ebenso wichtig wie die Verminderung des Kohleabbaus.
Zum Ende des Projektes präsentierten die Parteien der 9 a gekonnt ihr Energiekonzept. „Wir haben gerade in der Fraktionsklausur ähnliche Themen behandelt. Bei Euch gefällt mir gut, dass Ihr auf erneuerbare Energien setzt“, findet Projektpatin Gisela Splett, Landtagsabgeordnete bei den Grünen. Und Joachim Kößler, selbst Vater von drei Kindern, Landtagsabgeordnete bei der CDU und ebenfalls Projektpate gibt der 9a auf den Weg: „Nur, wer sich wie Ihr interessiert, kann sich einmischen.“ Und was sind Parteien ohne Wahlen? An der M.A.I. haben die drei Parteien sich erfolgreich einer Wahl gestellt. Die EUP ging mit 35 Stimmen als Sieger hervor, einen guten Platz zwei teilten sich die anderen beiden Parteien mit jeweils 33 Stimmen.
Und welches Resümee zieht Schulleiterin Monika van der Beek, die in ihrer Funktion als Klassenlehrerin eng mit Roy Burger die 9a im Projekt begleitete: „Ich war von den modernen Energiekonzepten der Klasse beeindruckt und davon, wie konstruktiv sie diskutierte. Dabei waren die Inputs von außen wie von den Projektpaten oder von Hartmut Lorek, dem Vorsitzenden der Europaunion, wichtig.“ Und was passiert nun mit den Konzepten? „Die Konzepte aller in Europa am Projekt beteiligten Jugendlichen werden beim nächsten Klimagipfel „übergeben“. So bekommen die europäischen Jugendlichen eine Stimme auf europäischer Ebene“, freut sich Roy Burger.
Mehr Infos zur Comenius Ganztagsrealschule in der M.A.I. unter www.merkur-akademie.de oder 0721 / 1303-0.

