„Ohne Elektrik geht gar nichts: kein Licht, keine Play-Station, kein Rechner, kein Herd“, so Jürgen Tropschug, Lehrlingswart der Elektro-Innung Karlsruhe und Meister mit eigenem Betrieb. „Und das bedeutet, dass es in diesem Bereich Top berufliche Möglichkeiten gibt.“, erklärt Stephan Schmiederer, ebenfalls selbstständiger Meister mit Personalverantwortung.
Wohin geht denn die berufliche Entwicklung? Das wollen die Schülerinnen und Schüler der Stufe 9 der Comenius Ganztagsrealschule wissen, deren Technikunterricht die Innungsvertreter besuchen. Beide erläutern, dass es nicht mehr wie früher den Elektroinstallateur für alles gäbe. Das Berufsbild habe sich ganz neu orientiert. „Heute gibt es sieben Ausbildungsberufe wie beispielsweise den Elektroniker Fachrichtung Information und Telekommunikation oder Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Der ist Manager für ein Gebäude und sorgt für dessen wirtschaftliche Betreibung. Das ist sehr anspruchsvoll“, so Tropschug. „Jeder kann sich nach einer fundierten Ausbildung in dem Bereich spezialisieren, der ihn besonders interessiert“, ergänzt Schmiederer.
Damit die 9 b sich nicht nur theoretisch mit den Herausforderungen im Feld Elektrik vertraut macht, nimmt sich Stephan Schmiederer bei einem Folgebesuch mit einem Fachkollegen Zeit, praktisch mit Strom mit den Schülern im Technikraum zu arbeiten. Dabei werden Fragestellungen beantwortet wie: Woher kommt der Strom? Welchen Weg nimmt Strom von der Gewinnung zum Endverbraucher? Welche Gefahren gibt es? Was verbirgt sich hinter dem „Ohmschen Gesetz“? Oder was ist ein Kurzschluss? „Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert bei der Arbeit. Sie haben aus der Praxis viel Spannendes zum Thema Strom gelernt. Bewusster geworden ist, dass heute nahezu alle Lebensbereiche von Technik betroffen sind. Ich freue mich, dass der Lehrplan des Technikunterrichts optimal mit der Praxis verknüpft wurde“, ist das Feedback von Birgit Runck, Fachlehrerin für Technik und Jahrgangsstufenleiterin an der Comenius Ganztagsrealschule.
Die Innungsmeister gefragt, mit welcher Motivation sie an die Schule kamen, antworten klar: „Wir möchten die attraktiven Berufschancen aufzeigen. Unser Rat an die interessierten Schülerinnen und Schüler ist, ohne Scheu direkt mit einer Bewerbung in einem Elektrobetrieb vorbeizugehen. Wer sich dann im Praktikum bewährt, hat gute Aussichten auf einen Ausbildungsplatz mit viel Perspektive.“
Informationen zur Comenius Ganztagsrealschule in der Merkur Akademie International erhalten Sie unter 0721/ 1303-0 oder www.merkur-akademie.de. Beratungsgespräche können direkt vereinbart werden. Die Aufnahme an der Schule ist ganzjährig.

