Auftakt des EU-Schulfruchtprogramms in Karlsruhe an der Comenius Ganztagsrealschule

„Ich finde es großartig, dass Sie als Schule dazu beitragen, dass Ihre Kinder sich gesund ernähren. Danke, dass Sie mit mir für Obst und Gemüse streiten“, sagt die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL anlässlich der Auftaktveranstaltung des EU-Schulfruchtprogramms an der Comenius Ganztagsrealschule in der Merkur Akademie International. Es sei ein wichtiges Anliegen, Kinder möglichst früh mit möglichst regionalem Obst und Gemüse vertraut zu machen, denn „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Allerdings könne mit EU-Mitteln nur die Hälfte der Kosten gedeckt werden. Die Kofinanzierung der EU-Beihilfe müsse durch Dritte erbracht werden.

„Unser Sponsor für die Anfangsphase ist das Ernährungsnetzwerk nutrhi.net“, freut sich Monika van der Beek vom Schulleitungsteam und hofft, dass auch für die Anschlusszeit ein Folgesponsor gefunden wird. Viel Zeit für lange Ansprachen bleibt beim Auftakt nicht. Die Kinder genießen nach einer musikalischen Begrüßung zunächst leckere Äpfel, Birnen, Bananen, Gurken, Radieschen und Möhrchen.

Danach haben sie viele Fragen, vor allen an die Frau Staatssekretärin, Herrn Dr. Stephan Barth vom nutrhi.net und den Obstlieferanten Matthias Preisler: Was macht eine Staatssekretärin? „Ich bin die zweite Geige im Ministerium und trage dazu bei, dass sich 11 Mio. Menschen in Baden Württemberg gesund ernähren“, so Gurr-Hirsch. Warum sind Zitronen sauer? „Das liegt am Vitamin C und an der Fruchtsäure. Beim Verzehr kommt es auf die richtige Menge an“, erklärt Wissenschaftler Dr. Barth und muss gleich noch ausführen, was sich hinter nutrhi.net verbirgt: „Wir sind ein InterReg IVa gefördertes Netzwerk aus fünf Forschungseinrichtungen aus Karlsruhe und Straßburg. Am Oberrhein unterstützen wir die Bürger sich gesünder zu ernähren. Bei Fragen dürft Ihr mich gerne anrufen!“ Ist Chili schädlich? „Wieder eine Sache der Menge“, so Barth. „Trinkt ein Glas Milch hinterher, wenn es brennt“, rät Adelheid Martens, Biolehrerin und Vorsitzende des Fördervereins der Schule. Bekommen wir Bioobst? „Nein, aber gesundes Obst und Gemüse aus integriertem Anbau – wenn möglich, regional“, erläutert Preisler. Wie halten sich die Politiker im Landtag fit? „In unserem Pausenraum sind Obstkörbe. Da greifen wir oft rein und integrieren so genau wie Ihr Obst im Alltag“, berichtet Manfred Groh MdL, früherer Bürgermeister von Karlsruhe, der das EU-Schulfruchtprogramm toll findet.

Am Ende der lebendigen Veranstaltung liegt kein Stück Obst und Gemüse mehr auf den liebevoll gerichteten Tischen und den selbst gebauten Marktständen. Den Kindern hat es offensichtlich geschmeckt. „Wir freuen uns auf die fruchtig frischen kommenden Mahlzeiten“, ist einhellige Meinung.

Infos zur Comenius Ganztagsrealschule erhalten Sie unter 07 21/1 30 3-0 oder www.merkur-akademie.de, zum nutrhi.net unter www.nutrhi.net.

  • Frau Gurr-Hirsch im Gespräch
  • Staatssekretärin Gurr-Hirsch im  Gespräch mit den Kindern - auch im Bild von links Herr Preisler, Frau van der Beek, Herr Dr. Barth, Frau Siere-Heinsohn
  • Obst- und Gemüsegenuss an der Comenius Ganztagsrealschule

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