Karlsruhe – „Ich will einen mentalen Setzkasten liefern, mit dem Sie über Ihre Zukunft nachdenken können. Denn um uns herum sind die Änderungen schneller als von uns handhabbar“, ist das Eingangsstatement von Dr. Pero Mićić, Vorsitzender des Vorstands der Future ManagementGroup AG, bei seinem Vortrag in der Merkur Akademie International (M.A.I.).
Mićić, eingeladen vom Juniorenkreis Baden-Württemberg des Wirtschaftsrats Deutschland und der M.A.I., nimmt nun seine Zuhörerschaft mit auf eine mentale Reise zu den Möglichkeiten, wie eine nächste Ära unternehmensbezogen erforscht werden kann. Dabei kann er die branchenspezifischen Unsicherheiten der Zukunft nicht mindern, aber mit dem von ihm entwickelten Eltviller Modell deutlich machen, dass „Entscheidungen, in die man schließlich investiere, besser getroffen werden können“. Das sei auch nötig, da aktuell etwas 2 – 3 % der Managementarbeit in Zukunftsmanagement / strategische Weichenstellung investiert werde, davon aber ca. 70 % des finanziellen Erfolgs der Zukunft abhänge.
Was ist der Kern des Eltviller Modells? „Setzen Sie sich fünf Zukunftsbrillen auf und arbeiten die jeweiligen Sichtweisen der Reihe nach an Sonntagnachmittagen für Ihr Unternehmen ab“, rät Mićić. Die Brillen haben fünf Farben: Die blaue Brille steht für eine sachliche Annahmen-Analyse, die rote Brille für eine Überraschungs-Analyse, die grüne Brille für eine Chancen-Entwicklung, die gelbe Brille für eine Visions-Entwicklung und die violette Brille für die konkrete Strategie-Entwicklung.
Gefragt danach, worin Mićić die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sehe, erklärt der gebürtige Belgrader: „Der Klimawandel, die Alterung der Gesellschaft, die Polarisierung des Wohlstands, die Rohstoffknappheit, die steigende globale Energiebedeutung sowie die zunehmende Komplexität werden uns beschäftigen.“ Mićić zeigt dann Beispiele von Angeboten der Zukunft wie eine Kontaktlinse mit einem virtuellen Display, die Sehbehinderten die Navigation beim Autofahren erleichtern kann oder einem Badezimmer der Zukunft, in dem unsere Gesundheit automatisiert kontrollierbar ist. „ Und wie sehen Sie die Bildung der Zukunft?“, möchte eine Besucherin wissen. Diese sei immer noch die beste Investition in die Zukunft, findet Mićić und fügt schmunzelnd hinzu, dass man sich ja schließlich auch gerade in einem Bildungsinstitut befände.
Weitere Infos zur Merkur Akademie International unter www.merkur-akademie.de, zum Juniorenkreis des Wirtschaftsrats Deutschland unter
www.wirtschaftsrat.de und zu Dr. Pero Mićić in Wikipedia.
