„Was macht einen guten Unternehmer aus?“, wollen die Schülerinnen und Schüler des kaufmännischen Berufskollegs der Merkur Akademie International bei der Grundlagenveranstaltung des Projekts „UnternehmerSchule“ in Kooperation mit dem CyberForum Karlsruhe von Gerhard Kessler, Berater für mittelständische Unternehmen und Handwerksbetriebe, wissen. „Ein guter Unternehmer ist, wer nicht nach dem Lehrbuch arbeitet, sondern sensibel und kreativ auf Situationen reagiert“, erklärt Kesser den Intendanten Justus Frantz zitierend und „ein guter Unternehmer müsse die Familie oft hintenan stehen lassen und bereit sein mehr als 60 Stunden die Woche zu arbeiten.“ Sachlich erläutert er, dass laut BGB ein Unternehmer den Geschäftszweck erfüllen muss, Aufgaben an Arbeitskräfte delegiert und das volle Unternehmensrisiko trägt.
„Was bedeutet heute Unternehmertum?“, wird er gefragt. „Unternehmertum heute steht für globales Wirtschaften, für eine „Überall-Erreichbarkeit“ oder für „Lean-Management“ – also die Reduzierung von Verschwendung jeder Art sowie einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess unter Einbeziehung aller Mitarbeiter“, so Kessler. Wichtig sei, dass ein Unternehmer einen Plan, ein gutes Team, Mut, Kreativität, Ideen und Dialogpartner habe.
Kessler, der gerne jungen Menschen das Für und Wider des Unternehmertums näherbringt, präsentiert den interessierten Klassen erfolgreiche Unternehmerbeispiele wie Prof. Götz Werner(dm) oder Senator Reinhold Würth, die mit ihrer Kreativität, ihrem Willen und ihrem Mut Milliardenunternehmen entwickelt haben. „Sie entscheiden, wohin sie nach der Schule gehen: In einen regulären Job, zum Staat/zur Politik, zur Uni oder eben in das Unternehmertum. Informieren Sie sich gründlich. Machen Sie sich bewusst, welcher Arbeitstyp Sie sind und was Ihnen langfristig persönlich wichtig ist“, rät Kessler den Schülern.
Noch muss keine Entscheidung getroffen werden. Im Rahmen des Projekts „UnternehmerSchule“ werden die Klassen auf dem Weg zur Fachhochschulreife noch mindestens ein Unternehmen besuchen, eine Studienberatung von Unternehmern durchlaufen und bei einem Vortrag mit einem Unternehmer ins Gespräch kommen.
„Das Projekt ergänzt gut den Unterricht zum Unternehmertum nach Lehrplan. Und die Schülerinnen und Schüler werden nicht nur auf die Möglichkeit des Unternehmertums, sondern auch auf die Projektarbeit „Gründung eines fiktiven Unternehmens“ vorbereitet“, freut sich Johanna Debatin, Fachlehrerin für Wirtschaft im kaufmännischen Berufskolleg.
Informationen zu den staatlich anerkannten kaufmännischen Berufskollegs erhalten Sie unter 0721 / 1303-0 oder www.merkur-akademie.de. Infos zum Cyberforum, einem regionalen Netzwerk mit mehr als 850 Mitgliedsunternehmen, unter www.cyberforum.de

