Gefahren im Internet für Jugendliche, Eltern und Unternehmen Sicherheitsexperte Matthias Grund informiert an der M.A.I.

Karlsruhe – „Aus meiner Sicht sind für Jugendliche Foren, Blogs und Kontaktbörsen viel gefährlicher als brutale, pornografische oder rassistische Inhalte auf Websites“, ist das Eingangsstatement von Matthias Grund, der seit 30 Jahren für Sicherheit zunächst bei der Luftwaffe und dann bei Siemens unterwegs ist, bei seinem Vortrag zu Gefahren im Internet an der Merkur Akademie International (M.A.I.).

Grund, eingeladen von Jürgen Götz von “Karlsruhe trifft… – …Marktplatz für Unternehmer” und der M.A.I., erklärt den zahlreichen Gästen, dass in Chatrooms viele Gefahren für Jugendliche lauern: „Hier werden gezielt sexuelle Kontakte gesucht, Straftaten vorbereitet, Mobbing sogar bis zum Tod des Opfers betrieben, Drogen verkauft, Tipps für einen Selbstmord gegeben oder auf Gewaltvideos hingewiesen.“ Selbstredend sei, dass nie klar sei, wer sich hinter einem Nicknamen verberge. Und leider seien besonders Mädchen sehr offen im Internet. Jungs hingegen würden zum Lügen und zur Nutzung von Spielen neigen. „Beliebte Ego-Shooter-Spiele sind aber absolut ungeeignet für Jugendliche“, so Grund, denn sie können über das brutale Schießen in einer menschenähnlichen Rolle zu einem Auseinanderdriften von Realität und Spielwelt führen. „Neben Spielen haben auch Facebook und Youtube ein hohes Suchtpotenzial“, erläutert der Sicherheitsexperte.

Was aber können Eltern und Lehrkräfte zum Schutz der Jugendlichen tun? „Reden Sie mit Ihrem Kind/Ihren Schülern über Chatroom Gefahren. Informieren Sie sich z.B. auf www.dlz-kids.de/tipps.html. Fragen Sie das Kind, ob sie den Chatroom mal gemeinsam besuchen können. Und machen Sie dem Kind deutlich, dass es keine persönlichen Daten im Netz lassen darf ohne sie vorher zu fragen“, so Grund.

„Und wie muss man es mit Sicherheit im Unternehmen halten?“, möchten die Unternehmer wissen. „Wichtig ist es, die Risikowahrnehmung im Unternehmen zu schärfen. Ein Problem ist die Nachvollziehbarkeit von Mitarbeitern in sozialen Netzwerken. Darum sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern. Schulen Sie sie in Richtung „Reduzierung der persönlichen Beiträge“. Auch „Hacken“ in Daten des Unternehmens ist heute einfach“, antwortet Grund und ergänzt: „Wenn ein Sicherheitsschaden passiert, dann den unbedingt polizeilich melden. Nur so können Täterprofile erstellt werden.“

Informationen zu den beruflichen Schulen und zur Comenius Ganztagsrealschule der Merkur Akademie International erhalten Sie unter 0721/1303-0 oder www.merkur-akademie.de.

  • Matthias Grund zu den Gefahren im Internet Oktober 2010
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